Die DSGVO, so beliebt wie die Organspenden-Entscheidung des Deutschen Bundestags. Daher auch diese Woche der Hinweis: Durch die eingebetteten Tweets kann Twitter irgendetwas herausfinden, was Sie im Internet so machen. Und zwar weil ich die Tweets nicht hinter leserinnenunfreundlichen opt-in-Verfahren versteckt habe. Wenn Sie das nicht möchten, ziehen Sie am besten schnell weiter. Allen anderen viel Spaß beim Lesen.
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Wie jeden Freitag, die besten Familien-Tweets der Woche. Auch diesmal ist die Auswahl gekennzeichnet durch Intransparenz, Subjektivität und Inkompetenz.
„Papa, wenn du dich bückst, lacht dein Popo aus der Hose“ war ja auch einer der Gründe, wieder mehr Sport zu machen.
— Mark Müller (@markmueller1979) January 13, 2020
Der Sohn (10) muss die Bundesländer mit Hauptstädten lernen.
— FamilienLabor ☢ (@FamilienLabor) January 10, 2020
Ich sag es mal so: Wären alle Fußballvereine bei der Namensgebung so weitsichtig wie Bayern München gewesen, wäre es für alle leichter.
K3 musste aus einem Text alle Adjektive heraussuchen und mit ihren Steigerungsformen aufschreiben. Es ist fast alles richtig. Ich denke, aus der Klasse hat er am kaumsten Fehler gemacht.
— Inke Hummel (@HummelFamilie) January 14, 2020
Falls ihr euch je gefragt habt, wofür man Mathe in der Schule braucht: ihr braucht es um euren Kindern montags zwischen 6.30 und 6.45 Mathe für die Schule zu erklären.
— Patricia Cammarata @dasnuf@mastodon.social (@dasnuf) January 13, 2020
Mein Kind kann übrigens mit einem Roller zur Schule aufbrechen und mit nur einem Rad am Roller dort ankommen.
— papajahre 🇺🇦 – stop this war! (@papajahre) January 10, 2020
Ohne zu wissen, wann und wo das fehlende Rad abhanden kam!
Jetzt müssen wir nur noch eine sinnvolle Einsatzmöglichkeit für diese Superkraft finden. 🤔
"Mama, du sollst bei mir zu Hause bleiben."
— Kasminchen (@kasminchen) January 14, 2020
"Aber ich muss Arbeiten gehen.
"Nein, lass uns spielen."
"Wir wollen doch morgen Geld für den Indoorspielplatz haben."
"Ja, Indoorspielplatz. Viel Spaß bei der Arbeit. Tschüss."
Die Zweijährige hat den Kapitalismus verstanden.
Kind2: „Papa? Bekomme ich ein Eis, wenn ich es schaffe, mit den Bausteinen einen Turm zu bauen, der so groß ist wie du?“
— Der Doppeldaumenmann (@doppeldaumen) January 12, 2020
„HAHAHA! Klar! Sogar zwei!“
Kind2: „Gut. Leg Dich hin!“
Okay, für diese Falle hat er die zwei Eis verdient.
„Ich habe euch lieb! Ihr seid die besten Eltern! Ihr passt auch super zusammen! Danke, dass ihr uns erschaffen habt! Mit Sex!“
— Butterblumenland (@andersbunt) January 11, 2020
Der Große lobt total dezent 😂
Im Fernsehen küsst sich ein Pärchen.
— Sara (@SaraZuNi17) January 13, 2020
K1 kichert empört: „Also, ich find das ja schon komisch, wenn die sowas zeigen… [Pause] Und jetzt stellt euch mal vor, es würde sogar Filme geben, in denen die zeigen wie die sich befruchten..!!!“
Mann fällt lachend vom Sofa.
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Haben wir uns das Konzept, morgens noch im Dunkeln müde und zerknautscht aufzustehen und unsere unwilligen Kinder zu wecken, um zur Arbeit, zur Schule und zur Kita zu gehen, wirklich gut überlegt?
— Wunschkind-Blog (@gewuenschkind) January 13, 2020
Es gibt doch manchmal so Bilderstrecken von Müttern nach der Geburt. Finde, es sollte auch welche geben von Müttern bei der Abholung ihrer Kinder aus dem Späthort.
— Mareice Kaiser (@Mareicares) January 14, 2020
"Mama, wenn Du willst, kannst Du jetzt aus meinem Zimmer gehen."
— FrauMü (@Muddimodus) January 12, 2020
So freundlich bin ich noch die rausgeschmissen worden.
Damit ich mir nicht allzu gebildet und eloquent vorkomme, stellt die Vierjährige mir manchmal Fragen wie "Mama, was heißt eigentlich 'eigentlich'?"
— Lucy in the Sky 💎 (@Lucyversum) January 11, 2020
Der 7jährige zockt Mario Kart.
— Frau Minze (@frau_minze) January 13, 2020
„Schau mal, Mama, ich lass die alle vor…“
„Ah ja? Das ist ja süß von dir!“
„Damit ich sie dann zum Schluss alle abknallen kann!“
Yay.
Sonntag 7.08 Uhr.
— Luss mit schlustig (@LieneSchlustig) January 12, 2020
"Ich kann mich wirklich nicht mehr aufs Schlafen konzentrieren, Mama. Ich muss die ganze Zeit daran denken, wie mein Buch von gestern Abend weitergeht."
Ich dagegen hätte mich noch sehr gut aufs Schlafen konzentrieren können.
Familienbett, drei Uhr früh. Ein kleines Ärmchen legt sich um meinen Hals und ein zartes Stimmchen flüstert:
— Huchmampf (@Huchmampf1) January 14, 2020
"Keine Angst, Mama, es tut fast gar nicht weh!"
Zack, wach.
"Sagt mal Kinder, Ihr kommt doch nachts auch manchmal rüber. Ich SCHNARCHE doch nicht, oder? Das ist doch völliger Quatsch."
— Fl (@mingoberlin) January 15, 2020
"Ne. Ne ne, Mama, Du schnarchst nicht – Du ATMEST halt sehr laut…"
Wie optimistisch ich gestern gewesen sein muss, als ich Zucchinipuffer als leckeres und gesundes Kindergericht auf den Speiseplan geschrieben habe
— Suri (@mitReiz) January 16, 2020
Die Klasse von Mauseklein braucht Klorollen. Viele!!!
— Winteriscoming 🍂 (@KatInka42029084) January 16, 2020
Kennt jemand ein gutes Rezept für Durchfall?
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K2: „wollen wir später zusammen wohnen? In einem Haus?“
— LaGiersch 🌿⚓️ (@MrsMeise) January 12, 2020
K1: „hm – vielleicht besser nebeneinander, jeder in seinem eigenen Haus?“
K2: „ok, wollen wir auch eine Frau?“
K1: „Die teilen wir uns, die kann ja mal bei dir und mal bei mir wohnen.“
K2: „ok“
Wir sind gespannt.
K1 möchte für immer hier wohnen bleiben.
— Mrs_delville (@mrs_delville) January 15, 2020
Weil er, wenn er groß ist, mein Papa sein möchte.
Ich wäre dann ja schließlich lange genug Mama gewesen.
[rede mit der Frau über die Verabschiedungsfeier]
— DasBinIchHier.bsky.social (@Das_BinIchHier) January 15, 2020
[Tochter geht dazwischen]
"Gibt es da Würstchen?"
"Ja."
"Dann habe ich auch Zeit!"
Schön, dass die 4-jährige das noch in ihren vollen Terminkalender pressen konnte.
K3 schaute mir gestern zu, als ich durch Facebook scrollte.
— Magdame Burgfräulein Sport Nougat (@hejpippi) January 14, 2020
"Freundschaftsvorschläge" wurden mir gemacht von Menschen aus unserer Ortschaft, u.a. auch der junge neue Schulwart.
K3 heute: "Mama, ich habe Beni erzählt, dass du ein Foto von ihm auf deinem Handy hast."
🤦
»Papa, ich möchte auf‘s Klo.«
— Kaffeemann (@43ermilch) January 12, 2020
»Klar. Großes oder kleines Geschäft?«
»Nix. Ich muss nicht.«
»Wieso willst Du dann auf‘s Klo?«
»ORRRR, PAPA! DU WEISST DAS DOCH. ICH WILL ENDLICH WIEDER MEINEN PENIS STREICHELN UND HIER DARF ICH DAS JA NICHT!!!«
Der 5jährige, ich und der ICE. Schön.
Ich bade den 7jährigen.
— Miss_Wundernice ✨ (@Enna_Be) January 15, 2020
Er sitzt ein paar Sekunden, dann steht er auf. Setzt sich hin, steht auf, setzt sich hin, steht auf…
»Warum machste das denn?«
»Mein Penis kriegt doch keine Luft!«
Was sagt man da? Egal. Ich muss jetzt erstmal selbst wieder Luft kriegen.
K2 kam mir eben jauchzend und freudestrahlend, auf einem gelben Gummihandschuh rumkauend entgegen gerannt.
— Missy Chrissi 🦥 (@mamadame_C) January 10, 2020
Ihr wisst schon, der gut verstaute Handschuh, mit dem ich wöchentlich das WC reinige…
[atmet hektisch in eine Papiertüte]
Der Dreijährige: *schüttelt konzentriert eine Faust*
— Dr. Influenza (@DrInfluenza) January 15, 2020
„Papaaaa? Kennst du das Spiel: Sonne, Schere, Strick?!“
"Ich lieben dich, lieeeeben dich, ich liebe dich, lieeeeeeeeben dich."
— Profi-Mama_in_Übung (@Jana_in_Uebung) January 16, 2020
"Awwww Erbse ich liebe dich auch!"
"NEIN!"
Sie meinte nicht mich, sie meinte mein Handy das zufällig vor ihr auf dem Tisch lag.
🤷🏻♀️
Der Dreijährige hat mir heute wütend vorgeschlagen, ich solle doch Früchte mit Benzin essen.
— Cinnabrise (@Cinnabrise) January 6, 2020
Und auch sonst bin ich froh, dass er seine Gefühle immer besser ausdrücken kann.
Ok folgendes AnnenMayKantereit: der 5jährige fragt zum wiederholten Mal, was jetzt genau mit Pocahontas passiert ist und warum es euch so leid tut. Und ob sie die ist, die ihr nach 5 Minuten aufgehört habt zu lieben, alles gerade sehr tricky hier.
— ᴄᴏғғᴇᴇɢɪʀʟ (@schonwiederrosa) January 10, 2020
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Ich: "Nächste Woche steht bei mir die 4 vorn!"
— Der Gasser (@magdasWasser) January 12, 2020
Der 6-Jährige: "Was meinst du damit?"
Frau: "Papa ist dann so viele Jahre alt, dass zuerst eine 4 kommt."
Der 6-Jährige: "24!"
Ich weiß ja, dass man kein Lieblingskind haben sollte, aber …
„Jetzt beginnt wieder diese Scheisszeit, Mama.“
— Tim & struppig (Abgeschaltet) (@MKLtxt) January 14, 2020
„Wie meinst du denn das?“
„Na, wo die Zahnpastatube wieder fast alle ist & man da nur so schwer was rausbekommt.“#TheStruggleIsReal
Eine Bekannte meinte, ich soll froh sein, dass meine Kinder noch so klein seien. Ihr Sohn sei 16 und würde kiffen.
— Lilli Marlene (@MarleneHellene) January 13, 2020
„Dann schläft er wenigstens durch“ ist als Reaktion unangebracht. Das weiß ich jetzt.
Die 5jährige rutscht vom Supermarktklo ab und pinkelt sich die Hose voll. Ich zieh den Pulli aus, macguyvere eine Hose draus und überzeuge die brüllende Tochter von dieser Innovation. Halte den Sohn davon ab die Klobürste zu essen.
— Foffy (@FoffyMcFoff) January 15, 2020
Soll ich dann jetzt den Klimawandel aufhalten?
Dieses Kinderding ist ja am einfachsten, wenn man keine hat.
— ⚪ (@Killimanscharo) January 15, 2020
(Niesgeräusch aus der Küche)
— Natascha Strobl (@Natascha_Strobl) January 16, 2020
Mein Bub (2 1/2 Jahre) aufgeschreckt: Was war das?
Ich: Agatha hat geniest
Bub (sehr ernst): Sie braucht ein Taschentuch
Ich:
Bub:
Ich stehe auf und bringe der Katze ein Taschentuch.
Ihr kennt das.
Ich werde nie verstehen, wie es die Kinder schaffen ein Stück Zwieback im Auto zu essen und dabei 18 Kilogramm Krümel zu produzieren!
— ŦЯΛUVΛЛSΛSS (@FrauVanSass) January 11, 2020
Ich habe jetzt so eine Sportuhr. Beim Probetragen warnt sie mich vor zu viel Stress.
— Busy Papp Satt (@HeidiLinden) January 10, 2020
Sehr praktisch.
Die Kinder gehen jetzt ohne Klamotten, ohne Windel und ohne Frühstück in den Kindergarten. Aber man muss halt auch mal auf sich selber gucken.
3-Jährige: "Kann ich was im Fernsehen gucken, Mama?"
— nicht mal Dave (@guycalleddad) January 14, 2020
Mama: "Wenn Papa deinen Bruder vom Sport abholt."
3-Jährige: "PAPA, DU MUSST LOS JETZT!"


Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel “Nackte Kanone” geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sein neues Buch “Wenn ich groß bin, werde ich Gott” ist im November erschienen. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind “Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter”, “Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit” sowie “Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith”*. (*Affiliate-Links)
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