Es gibt eine Frage, in der Deutschland gespaltener ist, als während der 40-jährigen Trennung in Ost und West: Wer bringt an Weihnachten die Geschenke? In West-, Südwest- und Süddeutschland sind die Menschen überzeugt, das sei der Job des Christkindes, in den mittel-, nord- und ostdeutschen Regionen glaubt man dagegen, der Weihnachtsmann sei für die Lieferung der Präsente zuständig.
Die beiden Lager stehen sich unversöhnlich gegenüber. Auf Weihnachtsmärkten kommt es regelmäßig zu Massenschlägereien zwischen Weihnachtsmannianern und Christkind-Fans, Ehen zwischen Weihnachtsmann-Anhängern und Christkind-Verehrern sind undenkbar und langjährige Freundschaften zerbrechen, wenn sich herausstellt, dass es unterschiedliche Ansichten darüber gibt, wer am 24.12. die Geschenke bringt.
Die Zeit scheint gekommen, in einem ultimativen Duell ein für alle Mal festzustellen, wer der beste Geschenkebringer der Welt ist. Der weißhaarige Oldie aus Lappland, der über ein riesiges Logistikzentrum mit mehreren tausenden Helfern verfügt, oder das kleine Baby, das in einem Stall zu Bethlehem das Licht der Welt erblickte und sich direkt mit der großen Aufgabe konfrontiert sah, die ganze Menschheit mit Geschenken zu versorgen. Und das auch noch an seinem eigenen Geburtstag. Das hat sich das Christkind sicherlich anders vorgestellt. Weiterlesen

Christian Hanne, Jahrgang 1975, hat als Kind zu viel Ephraim Kishon gelesen und zu viel “Nackte Kanone” geschaut. Mit seiner Frau lebt er in Berlin-Moabit, die Kinder stellen ihre Füße nur noch virtuell unter den elterlichen Tisch. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.
Sein neues Buch “Wenn ich groß bin, werde ich Gott” ist im November erschienen. Ebenfalls mehr als zu empfehlen sind “Hilfe, ich werde Papa! Überlebenstipps für werdende Väter”, “Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit” sowie “Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith”*. (*Affiliate-Links)